Multimedia-Vorträge zur jüdischen Geschichte
Multimedia-Vorträge zur jüdischen Geschichte
Dr. Herbert Lappe
Dr. Herbert Lappe

Der illuminierte Machsor Dresden/Breslau (Machsor mechol haschana)in seiner Zeit

Machsor

Machsor Dresden/Breslau

In der Schatzkammer der SLUB (Sächsiche Landes- und Universitätsbibliothek) ist eine bemerkenswerte illuminierte (bebilderte) Handschrift ausgestellt: Der Machsor Dresden/Breslau bzw. Machsor mechol haschana, entstanden Ende des 13. Jahrhunderts. Weltweit haben sich nur noch sechs Exemplare vergleichbarer illuminierter Handschriften erhalten.
Dieser kostbare Machsor, ein Gebetbuch für die jüdischen Feiertage, wurde 1290 von Reuben, einem Schüler des berühmten Rabbi Meir von Rothenburg, auf Pergament (Tierhaut) niedergeschrieben. Gewöhnliche Besucher der Schatzkammer müssen sich mit einem Blick auf das in der Glasvitrine aufgeschlagene Werk begnügen.
Im Vortrag können die kalligraphische Schrift und die farbenprächtigen mittelalterlichen Bilder (dank der frei zugänglichen digitalisierten Kopien) in starker Vergrößerung bewundert werden.
Die Veranstaltung wendet sich an diejenigen, die darüber hinaus etwas wissen möchten über

  • den Unterschied zwischen Siddur und Machsor
  • den Zeitraum der Entstehung des Werkes
  • die Lebensbedingungen der Juden zu jener Zeit
  • die Reflexion dieser Bedingungen im Machsor und der Frage
  • weshalb trotz des 2. Gebotes (Bilderverbot) ein jüdisches Gebetbuch reich bebildert ist.

Ein Multimediavortrag mit vielen Bildern, Videos und Musikbeispielen.